Blog - Controversy Sells

Warum Controversy Sells?

Für die englische Redewendung „Controversy Sells“ lässt sich schwer eine exakte Übersetzung ins Deutsche finden. Etwas freier übersetzt könnte man sagen „Kontroversen lassen sich gut verkaufen“. Da dies aber ebenso spröde wie sperrig klingt, wäre dies ein leidlich suboptimaler Titel für den blogsourcing Unternehmens-Blog und ich musste trotz aller Freude am gepflegten deutschen Sprachgebrauch auf diesen englischen Titel zurückgreifen.

Doch warum soll überhaupt (mit) Kontroverse verkauft werden? Und wie entsteht Kontroverse überhaupt? Dies lässt sich in bester „Die Sendung mit der Maus“ Manier relativ einfach erläutern: Wenn man zu einem Thema eine Meinung hat und zudem noch so frech ist, diese öffentlich zu postulieren, hat man schnell folgendes Problem: Jemand ist anderer Meinung und lässt einen das auch noch wissen. Und schon bald hat man eine Kontroverse qua Definition: „Einen länger anhaltenden Streit oder eine Debatte“.

Die meisten Unternehmen meiden Kontroversen. Dafür gibt es sicherlich gute Gründe: Gegenstimmen finden in den sozialen Netzwerken schnell Anklang und Mitstreiter, insbesondere wenn die Auseinandersetzung „Person gegen Organisation“ von den Außenstehenden mit einer „David gegen Goliath“ Mythologie unterlegt wird. Und aus einem einzelnen Schreihals kann sich innerhalb einer Stunde ein „Shitstorm“ entwickeln, bei welchem dem Unternehmen, ganz gemäß diesem wundervoll unverblümten Anglizismus, die Scheiße um die Ohren fliegt.

Wie kann man dann auf die bescheuerte Idee kommen, seinem eigenen Unternehmen einen Blog zu verpassen, welcher die Kontroverse schon im Titel trägt? Eigentlich relativ leicht: Für ein Startup Unternehmen ist es aus meiner Sicht besser, wenn von 100 Besuchern sich 75 an der schriftlich dargelegten Provokation nachhaltig erfreuen und 25 den Blog wieder kopfschüttelnd verlassen, als das allen 100 Besuchern die Inhalte völlig egal sind.

Von daher soll dieser Blog einen offenen Raum für verschiedenen Themen geben: Informationen zum Unternehmen und seinem Werdegang, persönliche Meinungen zu Wirtschaft, Politik und Gesellschaft, amüsante Fundstücke oder auch ausgewählte Spezialitäten aus den Bereichen Design und Musik. Eine dabei entstehende Kontroverse ist dabei quasi zwangsläufig, manchmal auch fahrlässig aber nie rein zweckmäßig.

Ganz wichtig: Dieser Blog – in seiner provokanten Art und Weise – ist für das Unternehmen blogsourcing gedacht und gemacht. Die Zielgruppe Ihres Unternehmens ist vielleicht, wenn nicht sogar höchstwahrscheinlich, eine andere. Andere Menschen mit anderen Werten, Gedanken und Vorstellungen. Die Frage, wie Inhalte, Sprache und Meinungen für diese Personengruppe gewählt und verwendet werden müssen, gilt es neu zu beantworten. Ihr Blog – gestaltet von blogsourcing – kann daher auch ganz anders wirken: Bspw. frei von jeglicher Schärfe und Kontroverse, sodass nicht einmal der eifrigste Betroffenheits-Beauftragte in den Beiträgen und Meinungen einen Anstoß finden kann.

Für blogsourcing ist „Controversy Sells“ daher sowohl Marketing- und Diskussionsplattform als auch ein Übungsplatz für Wortgewandtheit und Sprachgebrauch. Aber keine bewusste Darstellung möglichen Blog-Contents für Ihr Unternehmen. Diesen finden Sie entweder selektiert im Atelier oder auf Anfrage natürlich bald auch gerne auf Ihrem Unternehmens-Blog.

 

Sebastian Reek

Gründer, Inhaber und Texter / hat Wirtschaftspsychologie studiert – sogar erfolgreich (M.A.) / auch als Unternehmensberater und Autor unterwegs / begeistert von Strategie, Digitalisierung und dem gekonnt geschriebenen Wort / findet mit Sicherheit auch die richtige Lösung für Ihre Content-Thematik.